Wolfsfrauen: Jana Muchalski

Die Vorstellung von wilden Frauen (den WolfsFrauen) ist eine fortlaufende Reihe, in der starke, selbstbewusste und authentische Frauen vorgestellt werden, die ihren ureigenen Weg gehen. Diese Serie soll inspirieren und uns Mut machen, unser wahres Ich zu leben. Heute freue ich mich sehr euch Jana Muchalski von „Jana´s Kreatives Tagebuch“ vor zu stellen.

Jana Im Wald

  1. Wie beginnst du deinen Tag?

Ich bin eine Frühaufsteherin. Bevor ich das Bad betrete, entzünde ich ein Licht auf meinem Altar und verbinde mich für einen kurzen Moment bewusst mit dem Medizinrad. Das ist das, was ich jeden Morgen tue.

Und dann kenne ich „Phasen-Aktivitäten“, die ich immer dann verändere, wenn sich Gewohnheit eingeschlichen hat und ich nicht mehr wirklich wach und dabei bin. Die wichtigsten kehren zyklisch wieder und wechseln einander ab. Es gibt lange Zeiten, in denen ich Morgenseiten schreibe und andere Zeiten, in denen ich vor dem ersten Vogelgezwitscher bereits an meinem Sitzplatz in der Natur bin. Nach meiner Visionssuche in den USA begann ich für ein halbes Jahr meinen Tag mit einem Shintaido – einem Dankbarkeits- und Einbindungsritual mit Bewegung und Stimme. Deine Frage erinnert mich übrigens daran, dass ich meine derzeitige morgendliche Aktivität – mit Hilfe von Babbel eine Lektion Englisch zu lernen – die letzten Tage vernachlässigt habe. Das führe ich jetzt weiter. 

 

  1. Was tut dir gut und wann bist du so richtig glücklich?

Oh, es sind so viele Dinge, die mir gut tun und mich glücklich sein lassen: Ich liebe es sehr, Menschen dabei zu begleiten, in einen tiefen Kontakt mit sich selbst zu kommen und Zeugin ihres Aufblühens sein zu dürfen. Die innere und äußere Natur miteinander zu verbinden – das ist meine Seelenaufgabe.

Jede schöpferische Aktivität, die mich ganz im Moment sein lässt und mich in den Flow-Zustand bringt, tut mir gut. Beispiele sind das Tönen und Singen, Tanzen, Trommeln, Schreiben, Malen, aber auch Kräuter sammeln und weiterverarbeiten, Kochen und Backen, Filzen und Spinnen, jede Draußenzeit, das gemeinsame Feiern der Jahreskreisfeste, Schwesterntreffen, tiefe Zeit mit meinen Kindern und all meinen Lieben, aber immer auch genügend Zeit mit mir allein zu verbringen. Es tut mir gut, Freude und Lächeln zu verschenken, (auch) Fremden Komplimente zu machen, immer mal wieder für Überraschungen zu sorgen. Es tut mir gut, das zum Ausdruck zu bringen, was mich bewegt, egal wo ich bin, echt und ehrlich zu sein, dadurch auch immer mal wieder Konventionen auf zu weichen und für Irritationen zu sorgen. Es tut mir gut, immer neu über meinen eigenen Tellerrand hinaus zu gucken, mich zeitlos als staunend Lernende zu begreifen, Workshops und Seminare nicht nur zu geben, sondern auch zu besuchen, zu lesen.

Es tut mir gut, meine unterstützende liebevolle Energie in das Feld einzuspeisen, in dem ich wirke und so dazu beizutragen, dass die Welt ein wenig schöner und heiler wird. Ich übe zu vermeiden, Energie in Negativität zu setzen, zu jammern und mich über Umstände (oder Menschen) zu beklagen, die ich nicht verändern kann.

Glücklich bin ich beim – mit ganz offenen Sinnen – absichtslosen Umherstreifen in der Natur, beim Sonnenuntergangsschwimmen im See, bei Begegnungen mit den wilden Geschöpfen, beim Finden von Federn und Hühnergöttern, Baumperlen oder Stenzen, beim Schnitzen und jeder anderen Art der Weiterverarbeitung. Das ist (m)eine Art der Wertschätzung, (m)ein Dankgebet an die große Schöpferin Natur.

 

  1. Was tust du, wenn du gestresst bist oder dich nicht gut fühlst?

Wenn ich mich nicht gut fühle – atmen und aushalten, nach innen lauschen und wahrnehmen, was dort drückt, mit meinen Schwestern oder meinen Freundinnen telefonieren, manchmal schreiben, manchmal weinen, immer jedoch das Durch-den-Wald-stromern.

Und obwohl ich über viele Möglichkeiten verfüge, mein Erleben aktiv zu beeinflussen, weiß ich bis ins Knochenmark hinein, dass auch die Phasen zu meinem Leben gehören, die sich unangenehm anfühlen. Für mich sind das Zeiten vor Veränderungen, wenn der alte Boden nicht mehr und der neue noch nicht trägt. Stagnation fällt mir als Wort dafür ein. Aber vermutlich ist es eher eine Zeit der Inkubation. Der Frühling kommt halt erst dann, wenn der Winter vorbei ist…

Gerade überlege ich, wann ich das letzte Mal richtig gestresst war… Hm… Das ist schon eine ganze Zeit her. Als ich noch in Vollzeit in der Klinik arbeitete, kam es häufiger vor. Aber das habe ich ja glücklicherweise schon lange verändert. Mein Perfektionismus kann mich in Stress bringen, z. B. wenn es ein Fest vorzubereiten gilt. Ich lerne jedoch gerade erfolgreich, es mir leichter zu machen, um Hilfe zu bitten, nicht alles allein machen zu wollen und das tut gut. Wenn ich jetzt Stressanflüge erlebe, halte ich inne. Mein Allheilmittel – allein in der Natur unterwegs zu sein – wirkt auch hier unterstützend.
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  1. Welche Dinge tust du für dich (Self-Care-Routine)?

All das, was mir gut tut und mich glücklich macht – siehe Frage 2 und 3.

Ganz vorn stehen meine Draußenzeiten. Ich liebe es so sehr, im Wald zu sein, dort ganz still zu werden und den dort lebenden Tieren zu begegnen. Ich liebe es, immer wieder an die gleichen Orte zurückzukehren und sie durch alle Jahreszeiten und Wetter hindurch wahrzunehmen. Das hilft mir dabei, mich selbst während der verschiedenen inneren Wetter und Jahreszeiten zu akzeptieren.

Bei aktuellen Fragen und Anliegen nutze ich Schwellengänge in der Natur, bei denen mir die Antworten, auf die ich bewusst noch keinen Zugriff hatte, weil sie tief in meiner Seele oder meinem Unterbewusstsein verborgen lagen, durch die Natur gespiegelt werden.

Trommelreisen finde ich zutiefst unterstützend.

Eine Lomi-Lomi-Massage werde ich mir mal wieder gönnen.

Sehr hilfreich sind auch die Atemmeditationen von Jeru Kabbal – Quantum Light Breath.

Das 5-Rhythmen-Tanzen als Bewegungsmeditation erlebe ich ebenfalls als klärend und reinigend.

Wenn ich irgendwo in meinem System fest hänge und allein nicht weiterkomme, hole ich mir Unterstützung. Zuletzt half mir (und uns) ein dreitägiges Paar-Coaching beim Eschwege-Institut.

 

  1. Was bedeutet es für dich eine „wilde“ Frau zu sein?

Das heißt für mich vor allem, meiner Intuition zu vertrauen – im Großen wie in den kleinen Dingen.

Hier ein klitzekleines Beispiel: Als ich vor Zeiten meinen Ahnenaltar einrichtete, wünschte ich mir, in der Natur etwas ganz Wunderbares für den Altar zu finden. Mein Liebster und ich stiegen ins Auto. Er fuhr, ich saß neben ihm, spürte in mich hinein und sagte dann entsprechend meiner inneren Impulse „jetzt rechts abbiegen“, „geradeaus“ usw. Auf diese Weise kamen wir in eine Region, in der wir vorher noch niemals waren. Plötzlich krächzte ein Rabe, dem ich mich sehr verbunden fühle. Das verstand ich als „Stopp! Anhalten und aussteigen.“ Nun gab der Rabe die Richtung an, flog in ein Waldstück und ich lief hinterher. Auf diese Weise fand ich meinen ersten Stenz – ein durch die Umschlingung von Waldgeißblatt gedreht gewachsenes Holz.

Wild und frei zu leben, heißt für mich aber auch, immer wieder zu überprüfen, ob das, was ich lebe, noch das ist, was ich leben will. Meine berufliche Entwicklung hat viel mit diesem Hinterfragen zu tun. Wenn ich mir heute vorstelle, dass ich mit Anfang Zwanzig als Sekretärin in einem großen Werk im Büro gearbeitet habe, muss ich selbst lachen und es fühlt sich an, als stamme diese Zeit aus einem anderen Leben. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für die Erfahrungen.

 

  1. Wie hast du diese innere Wildheit gefunden und in deinem Leben etabliert?

Je älter ich wurde, umso bedeutsamer war es für mich, meinen ganz eigenen Weg zu gehen und immer wahrhaftiger zu leben, mich nicht zu früh zufrieden zu geben. Ich habe irgendwann beschlossen, dass ich bei dem, was ich tue, zu 80% Freude und Erfüllung anstrebe und die übrigen 20 % das sind, was zwar nicht unbedingt glücklich macht, aber trotzdem notwendig ist, wie z. B. der Lohnsteuerjahresausgleich. Wenn sich diese Gewichtung – wodurch auch immer – verändert, ist es wieder an mir, Einfluss zu nehmen. Kann ich die Situation nicht zum Positiven beeinflussen, muss ich sie verlassen. Dem bin ich treu und das tut meiner Authentizität gut. Nachdem mich der Bürojob nicht erfüllt hat, arbeitete ich als Maskenbildnerin am Theater. Dort war zwar meine Kreativität (innerhalb durch hierarchische Strukturen vorgegebene Grenzen) gefragt, aber mein Kopf drohte einzuschlafen. Also begann ich nebenberuflich als Nachrichtensprecherin beim Hörfunk zu arbeiten, später als Presse-/Öffentlichkeitsmitarbeiterin und Musikassistentin in Festanstellung. Schnell merkte ich, dass ich dort ein Rädchen in einem Getriebe war und mit meiner Arbeit einem System diente, dessen Werte meinen widersprachen. Der innere Konflikt wurde so stark, dass ich um Kündigung bat. Dieser Punkt war ganz wichtig für meine innere Entwicklung von Eigenmacht, Zuversicht und Vertrauen, denn damals war ich alleinerziehende Mutter zweier Kinder und niemand im Verwandten- und Freundeskreis konnte meine Entscheidung nachvollziehen. Stattdessen hörte ich ausschließlich warnende und ängstliche Stimmen. Mir blieb nichts, als mich auf die Aussage MEINER INNEREN STIMME zu verlassen, dass diese Entscheidung richtig und not-wendig war. Und das war sie! Die Ausbildung zur Ergotherapeutin wurde mir dann zur Belohnung vom Leben geschenkt. Das Studium zur Kunst-/Gestaltungstherapeutin hat mir später erlaubt, tiefer zu gehen. Mit den Weiterbildungen zur Kreativen Traumatherapeutin und Wildnispädagogin habe ich zusätzliche kostbare Erfahrungen machen und Methoden auswählen dürfen, die ich in mein Leben und Wirken integrierte. Ich besuchte Seminare bei Cambra Skadé, tanzte durch ein ganzes emotionales Universum bei Susannah Darling Khan. Und immer wieder überprüfe ich, ob das, was ich lernte, mit meinen eigenen Erfahrungen übereinstimmt. Wenn es das nicht tut, forsche ich für mich weiter und finde heraus, was mir und der Welt besser dient.

Inzwischen verfüge ich über eine unglaublich reich befüllte Schatztruhe, aus der ich je nach Situation und Erfordernissen schöpfen kann – für mich selbst und die Menschen, mit denen ich lebe und arbeite. Aber sicher ist auch, dass mein Lernen nie aufhören wird.  Im Herbst beginne ich eine Ausbildung in der Schweiz zum Seelenzentrierten Coach. Juhu!

1 Trommelreise im Wald

  1. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Ich lebe nicht mehr in der Stadt, sondern seit nun bald 6 Jahren zusammen mit meinem Lebensgefährten in einem kleinen Dörfchen auf dem Land. Wenn ich die Tür öffne, bin ich sofort draußen und das entspricht mir sehr.

Ich folgte dem Ruf nach einer Visionssuche und reiste nach Amerika, erlebte dort Heilung auf vielen verschiedenen Ebenen, gestaltete mir ein Übergangsritual in die Wechselzeit und erlebte eine sehr besondere Initiation. Ich fühle mich durchströmt von Lebendigkeit und kann Menschen gut mit meiner Begeisterung anstecken.

Ich genieße die Freiräume, die ich mir selbst geschaffen habe, arbeite von Dienstag bis Donnerstag therapeutisch in einer Rehaklinik für Menschen, die aus der Abhängigkeit von illegalen Drogen aussteigen wollen und begleite dort Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst. Hinter allen Therapieangeboten, die ich begleiten darf, kann ich 100%ig stehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Antworten auf die für uns bedeutsamen Fragen bereits in uns tragen und so unterstütze ich die Menschen dabei, die Antworten aufzuspüren, ihren eigenen Weg zu gehen und ihrer eigenen Wahrheit zu folgen.

Hier zu Hause im Häuschen auf dem Land richtete ich eine Wollwerkstatt ein und gebe Kurse in sehr persönlicher Atmosphäre. Die TeilnehmerInnen schätzen sie und die meisten waren nicht nur einmal hier, sondern kehren immer wieder. Meine Werkstatt hier zu Hause ist variabel und kann entsprechend meiner derzeitigen Kurse und Seminare immer neu ausgerichtet werden. Demnächst wird sie sich in ein Kreativ-Atelier verwandeln. Die rein handwerklichen Filz-, Spinn- und Färbekurse laufen nun langsam aus. Es wird jetzt viele „letzte Male“ geben. Neu hinzukommen nach und nach verschiedene Wochenendseminare und Naturzeiten zur Selbstfürsorge und Persönlichkeitsentfaltung als ganz besondere Auszeiten für Frauen.

 

  1. Wie hast du dich dadurch verändert?

Ich habe ein tiefes Vertrauen in das Leben erworben, bin unendlich dankbar und weiß, dass die Erde mich trägt – durch alles hindurch.

 

  1. Was tust du, um diese wilde Seite in dir zu nähren? Was braucht sie?

Regelmäßige Draußenzeiten sind dafür notwendig. Seit inzwischen vier Jahren wandere ich einmal im Jahr mit dem allernötigsten Gepäck, nur mit Schlafsack, Isomatte und Tarp für eine Woche fastend durch die Natur, lasse mich vollständig von meiner Intuition leiten, suche mir abends einen Schlafplatz im Wald und verbinde mich mit meinem natürlichen Urgrund, meinem wahrhaftigen Zuhause, meiner Wildheit. Dadurch komme ich immer auch in Kontakt mit meinen Schatten und Ängsten. Wenn ich da hindurch getaucht war, wurde ich mit einer noch tieferen Verbundenheit, unglaublichen Einsichten und einer Freude beschenkt, für die es keine Worte gibt.
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  1. Was war die größte Herausforderung, die du überstanden hast?

Besonders herausfordernd fand und finde ich als Mutter immer wieder, die Erfahrungswege meiner heranwachsenden und nun erwachsenen Kinder liebevoll beobachtend zu begleiten – ohne einzugreifen. (Es sei denn, sie wünschen Unterstützung.) Ihnen ihre eigenen (Um-)Wege zuzugestehen, auch auszuhalten, wenn sie sich selbst mit irgendetwas nicht gut tun. Weiß ich doch aus meinem Leben, dass mir gerade Krisenzeiten zu beschleunigter Entwicklung verhalfen. Und auch weiß ich, dass ich aus einer äußerst begrenzten Perspektive gucke und niemals wissen kann, wozu etwas gut ist.

Eine besondere Herausforderung auf einer meiner Draußenzeiten erlebte ich im vergangenen Jahr. Es war mitten in der Nacht, ich lag im Dickicht im Wald unter meinem Tarp und schlief. Plötzlich schrak ich durch enormes Getöse aus dem Tiefschlaf. Es waren Geräusche, als hämmere jemand mit einem Metallgegenstand auf einen Blecheimer. Mein Herz klopfte vor Angst, als wolle es meinen Brustkorb verlassen. Das Hämmern hielt an. Es gab nur immer mal eine kurze Pause, bevor es von neuem losging. In meinem Kopf rasten die Gedanken. Was ist das? Eine Treibjagd? Mein Gehirn produzierte angstmachende Bilder, Adrenalin raste durch meinen Körper. Vor meinem inneren Auge sah ich eine Rotte Wildschweine durch das Dickicht rasen und über mich hinwegtoben. Hunde mit gefletschten Zähnen… Jäger, die mich im Dunkel im Schlafsack für ein Wildschwein hielten und versehentlich auf mich schossen… Angst! Bilder aus meinem Leben zogen an mir vorbei. Rasende Gedanken stellten mir die Frage: Hätte ich etwas anders gemacht? Die Antwort lautete: NEIN! Ich wäre an genau dieser Stelle im Wald. Ich habe mir mein Leben so ausgesucht, wie ich es lebe und fühle mich sehr erfüllt. Wenn ich also jetzt sterben sollte, dann ist es so. Ich bin dankbar für mein ganzes wildes Leben. In diesem Moment, als ich ALLES AKZEPTIERT hatte, lag ich zwar noch immer inmitten einer tosenden Treibjagd, war gleichzeitig jedoch von dem tiefsten, kaum vorstellbaren, inneren Frieden durchströmt. Geborgen mitten im Sturm…

 

  1. Was tust du bei Rückschlägen?

Innehalten und hineinspüren, welche Botschaft sich für mich darin verbirgt… Mich zu fragen, ob ich noch auf der richtigen Spur bin oder ob mir das Leben gerade etwas Anderes vorschlägt. Manchmal geht es darum, von meinem Vorhaben abzulassen und den Kurs zu ändern, aber manchmal erlebe ich Rückschläge auch als einen Test, ob ich es wirklich ernst meine mit meinem Vorhaben und bereit bin, Energie zu investieren. Manchmal ist ein Rückschlag auch ein Hinweis für mich, dass ich innerlich noch keine wirklich klare Entscheidung getroffen habe. Ein Rückschlag ist also immer auch eine Chance, genauer und tiefer hinein zu spüren.

 

12. Was liest du gerade?

In lese immer in mehreren Büchern. Z. Zt. sind es folgende:

Der große Rat – Das Council – mit dem Herzen hören und sprechen, den Kreis erweitern“ von Jack Zimmerman und Virginia Coyle

Point Zero – entfesselte Kreativität“ von Michele Cassou – hatte ich vor Jahren schon einmal gelesen, anlässlich eines gerade besuchten Workshops noch einmal hervorgeholt

Der Heros in tausend Gestalten“ von Joseph Campbell

Und – passend zum Interview – natürlich

Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés zum wiederholten Male

Janas Baumperle einer Schwarzerle
13. Welche drei Menschen haben dich am meisten inspiriert?

Cambra Skadé, Susannah Darling Khan, Susanne Fischer-Rizzi

 

14. Was motiviert dich weiter zu machen?

In jeder meiner Zellen wohnen Entdeckerfreude und ein starker Entwicklungsdrang…
15. Hast du ein Lieblingsmantra? Eine Lieblingsaffirmation die du teilen möchtest?

Kein Mantra, aber eine Affirmation: Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich!
16. (und warum?)

Weil es nicht immer so war… Wenn mir jemand damals, als ich zwischen 9 und 18 war, erzählt hätte, dass ich jemals ein so erfülltes und glückliches Leben führen würde – ich hätte es nicht glauben können. Ich bin zutiefst dankbar!
17. Bitte teile ein paar weise Worte mit uns, die du durch deine spirituelle Arbeit gelernt hast:

Immer wieder bewusst loszulassen, was nicht mehr trägt oder nicht gut tut, um Kopf, Herz und Hände frei zu haben und empfangen zu können, was uns und anderen besser dient…

Mich immer wieder zu fragen: „Was schenkt mir und was lehrt mich diese Situation?“

Der Frühling kommt halt erst dann, wenn der Winter vorbei ist…

Ohne Gas (künstliche Beschleunigung) und Bremse (künstliche Zurückhaltung) zu leben…

Mit dem zu gehen, was sich zeigt…

DANKE!

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Über Jana Muchalski

Als Kunst- und Gestaltungstherapeutin hat Jana ein Gespür für Farben und Gestaltung, die sie in ihre kreativen Arbeiten fließen lässt… sie tanzt die Farben – tanzt die Materialien und webt daraus traumschöne Werke, die du auf ihrem Blog dir ansehen solltest. Und wenn du dann genau so fasziniert davon bist, wie ich, dann kannst du auch einen Kurs mit ihr besuchen, und dich lehren lassen. (oder schau mal hier – eine Anleitung von ihr für eine Kalenderhülle)

Ich persönlich empfinde Jana als vielseitig – wild, verspielt aber auch gleichzeitig ernst und wissend. Ihren spirituellen Weg zu verfolgen inspiriert mich, genau so sehr, wie ihre kreative Seite – und ich habe bei ihr das Gefühl, dass es einfach nur so aus ihr heraus fließt – authentisch, echt und wild. Und ich bin dankbar, dass sie ihr Wissen hier mit uns teilt.

Eat Train Love – Giveaway

Eat Train Love

Seit knapp vier Tagen ist es nun endlich im Buchhandel erhältlich und ich freue mich so sehr, es euch vor zu stellen und auch noch ein Exemplar verlosen zu können.

Eat Train Love – Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga von Kristin Woltmann

Es ist ein Buch, dass sich mit der „Clean Eating“ Ernährungsweise beschäftigt, die ja zur Zeit auch recht „trendy“ ist – bei Kristin hat das alles aber nichts mit einem Trend zu tun, sondern es ist ihre eigene Erfahrung, die sie hier mit uns teilt. Clean Eating wurde von Tosca Reno begründet, ihre Bücher gab es damals nur auf englisch – bis sich 2012 ein Blog dem Thema widmete – und einem ganzheitlichen, gesunden Lebensstil – „Eat Train Love“ der Blog von Kristin.

Diese ganzheitliche Sicht vertritt sie auch in ihrem Buch – es geht nicht nur darum die Regeln des Clean Eatings zu verstehen (was ist ein „cleanes“ Nahrungsmittel, und was nicht), sondern auch, wie man sich diese Ernährungsweise für sich gestalten kann, zu schauen, was für einen selber gut ist, und wie man diese Ernährung in sein Leben einbauen kann.

Ferner legt Kristin großen Wert auf achtsames Essen – und sich selber damit die Chance zu geben, zurück zu einem intuitiven Essverhalten zu finden. Wann bin ich satt? Habe ich noch Hunger? Aber es wäre kein Eat Train Love Buch, wenn das Training darin fehlen würde, oder? So gib es ein ganzes Kapitel über Clean Eating und Yoga – warum beides wunderbar zu einander passt und sie teilt ein Morgen und ein Abend Flow, den man in seine tägliche Routine mit einbauen kann…

Natürlich gibt es auch ein paar Rezepte – allerdings ist nur ein paar. Wer diese dann schon durch gekocht hat (es sind sehr leckere dabei, von denen ich in der kommenden Woche einige ausprobieren werde – bei Interesse also bei Instagram schauen), findet aber noch genügend weitere Inspirationen und Rezepte auf Kristins Website oder ihrem Instagram Account.

Fazit:

Du weißt ja sicherlich, dass ich generell nur Bücher vorstelle, die mir gefallen – das sagt ja schon was aus, gel? Ich mag ihren leichten Schreibstil, und ich mag, dass sie den Leser duzt – das macht das Ganze viel persönlicher. Neueinsteiger erfahren alles wichtige über diese Ernährungsweise aber auch Kenner kommen auf ihre Kosten, denn ich finde den ganzheitlichen Aspekt einfach sehr wertvoll. Kristin schafft es, so finde ich, einen zu motivieren, dieser Lebensweise eine Chance zu geben – es einfach wirken zu lassen und versucht Wege auf zu zeigen, am Ball zu bleiben. Dabei ist diese Ernährungsweise für Fleischesser, Vegetarier oder Veganer gleichermaßen um zu setzten/ab wandelbar.

Gewinn ein Exemplar Eat Train Love von Kristin Woltmann

Hinterlasse bis Sonntag 22.5.2016 22.00Uhr ein Kommentar unter diesen Beitrag, und schreibe mir, warum du gerne dieses Buch gewinnen möchtest. Das Los wird dann am Montag entscheiden – und ich werde den/die Gewinner/in eine Mail schicken – damit das klappt, hinterlasse doch auch bitte deine E-Mail-Adresse <3

Achtung: Ich kann das Buch leider nur innerhalb Deutschland verschicken! Teilnahme daher leider nur innerhalb Deutschlands möglich.

Ganz viel Erfolg und Spass beim Lesen und ausprobieren

Wenn du einen noch genaueren Einblick in ihr Buch haben magst, dann kann ich dir nur diese Aufzeichnung ihrer Buchparty ans Herz legen:

 

Weißdorn Jahreslikör

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Der Weißdorn ist mir in den letzten drei Jahren sehr ans Herz gewachsen – zuerst habe ich ihn gar nicht wahr/ernst genommen, aber er ließ nicht locker – Immer wieder fand er auf diversen Wegen zu mir – in mein Leben… und dann, letztes Jahr, als ich mich endlich auf ihn einließ, schlugen sich seine Dornen in mein Herz und forderten ihren Platz ein… (dabei muss ich mir eingestehen, dass ich eine besondere Affinität zu Rosengewächsen allgemein hab – ob das an den Dornen liegt? ^^)

Dem Weißdorn begegnete ich zum ersten Mal in Irland, als ich Aine besuchen durfte – er wuchs auf kahlen Hügeln oder an Hängen, seine Form war abstrakt und ich mochte sein Durchhaltevermögen. Dann, ein Jahr später, bekam ich von Aine ein Glas getrockneter Weißdornblätter und Beeren, um mir daraus einen Tee zu machen… um mein Herz zu heilen (emotional). Und obwohl ich dies tat, bemerkte ich den Baum nicht wirklich… bis ich letztes Jahr vom Wurzelweber eine Weißdornkette geschenkt bekam… sie berichtete im Vorfeld über ihr Vorhaben, und irgendwie zog mich dieser Baum (endlich) an. Ich fand natürlich viele in meiner direkten Umgebung, die bis dahin unsichtbar waren… und wurde direkt angepiekt. Eine schamanische Reise später, war mir klar, hier habe ich einen Freund gefunden.

Dieses Jahr entschied ich mich, noch bevor ich wusste, dass ich schwanger sei, mir einen Jahreslikör an zu setzten.

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In ein Einmachglas habe ich dazu:

750ml Doppelkorn und ca 100g Kokosblütenzucker gegeben

Darauf folgten die ersten Blütenknospen. die ich in das Glas gab und jetzt gestern eine Hand voll Weißdornblüten – im Sommer sollen noch ein paar Blätter folgen, um dann im Herbst auch Beeren dazu zu geben.

Den Winter über darf dann alles schön ziehen – und im kommenden Jahr (wenn die Knospen sprießen?) würde ich ihn abseihen, umfüllen und probieren. Es ist kein Genussmittel, sondern ich betrachte diesen Likör als persönliche Medizin, die ich ein nehmen werde, wenn ich traurig bin, es meinem Herzen emotional nicht gut gehen sollte… und es ist auch etwas, was ich früher anbrechen würde, falls es mir emotional nach der Geburt schlecht gehen sollte…

Also eine Ana-Herz-Medizin…möglicherweise sollte ich noch ein paar Dornen hinein geben… ?

Wusstest du, dass der Weißdorn auch Hagedorn genannt wird? Und die Hag ja nicht nur für Hecke, sondern auch für Hexe steht? Also ein Hexendorn ^^ – aber hinter der Hecke ist man auch geschützt – er bietet also einen sicheren Ort… und er wurde als Feenbaum bezeichnet – was ihn noch liebenswerter macht.

Hast du auch einen Baumfreund? Und hast du schon einmal einen Jahreslikör angesetzt und genutzt? Berichte von deinen Erfahrungen unten in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

 

Schwangerschaftsgedanken 1

Warum ist es grad so still hier? Und wie geht es mir überhaupt?

Da ich immer wieder gerne die Schwangerschaftsgedanken lese, die ich damals geschrieben habe, möchte ich es auch diesmal mit euch teilen.
* SSW – 8+5

Ich bin sehr dankbar, dass ich nur zeitweise ein flaues Gefühl im Magen habe, von Übelkeit keine Spur… dafür bestimmt eine bleierne Müdigkeit und Kraftlosigkeit meinen Alltag. Und diese Lethargie zieht sich durch alle Lebensbereiche. Ich würde am liebsten einfach nur im Bett liegen und schlafen… von wegen „bewusste Schwangerschaft“ und so – ich hoffe, dass sich das bald ändert.
Leider ist der Alltag dadurch langatmig und mühsam. Wenn keine Energie da ist, ist es auch schwer, ein Krümelchen zu mobilisieren.

Der große Zwerg ist ganz stolz, dass er großer Bruder wird, und singt für das Wesen im Bauch, legt sich drauf und horcht – er ist außerdem überzeugt, dass es eine Schwester wird und seit gestern, dass dort zwei Babys drin sind… *lach* Ich genieße, dass er so zärtlich mit dem Bauchwesen umgeht, habe ich doch ein wenig Sorge, wie er mit der geteilte Aufmerksamkeit nach der Geburt umgehen wird.

Mein Nervenkostüm ist ziemlich labil und ich bin extrem nah am Wasser gebaut. Vieles rührt mich zu Tränen – aber auch stressige Momente kann ich viel schlechter wegstecken als sonst. Und ich sehne mich nach Ruhe, mag nicht diskutieren oder mich erklären müssen, was mit einem Kleinkind ja jenseits von Gut und Böse ist…

Ergo falle ich abends meist schon zwischen acht und neun ins Bett und schlafe ca 11 Stunden, nur um am Mittag wieder über Mittagsschlaf nach zu denken. Aber ich bin auch sehr dankbar, dass es mich nicht mehr so nach Fleisch gelüstet, sondern mehr nach frischem Obst. Beeren, Mango und Banane gehen grad immer *mjam*

Ich habe den Eindruck,  dass mir das Bauchwesen beim letzten Mal irgendwie schon präsenter war – wenn ich jetzt mit meinem Wesen, das andere „befühle“ (also geistig) Ist da etwas ganz sanftes… so ganz anders, als der große Zwerg (der nun langsam dringend ein anderes Synonym braucht). Das Wesen wirkt stiller, ruhiger, dabei aber viel zäher… und es ist noch nicht so häufig da, wie es der Zwerg war. Da hatte ich schon recht früh das Gefühl einer „Präsenz“ – diesesmal ist es bisher kaum so…

Und dann sind da noch die Erinnerungen an die Zeit nach der Geburt, die ein mulmiges Gefühl in mir verursachen. Eine geringe Sorge davor, dass es auch dieses Mal zu einer Wochenbettdepression kommen könnte. Auch wenn ich weiß, was ich tun kann, um es möglichst zu vermeiden… die Sorge ist da – ganz dumpf und leise.

Wolfsfrauen: Rebecca Randak

Die Vorstellung von wilden Frauen (den WolfsFrauen) ist eine fortlaufende Reihe, in der starke, selbstbewusste und authentische Frauen vorgestellt werden, die ihren ureigenen Weg gehen. Diese Serie soll inspirieren und uns Mut machen, unser wahres Ich zu leben. Heute freue ich mich sehr euch Rebecca von „Fuck Lucky Go Happy“ vor zustellen.

Wie beginnst du deinen Tag?

Da ich abends oft beim Yoga bin oder unterrichte, lasse ich den Tag langsam angehen. Vom Aufstehen bis Haus verlassen brauche ich circa drei Stunden, in denen ich meditiere, Pranayama oder Yoga übe, mit meinem Freund frühstücke, dusche und Kram in der Wohnung erledige. Meistens sogar in dieser Reihenfolge.

Was tut dir gut und wann bist du so richtig glücklich?

Ganz ehrlich: Wenn ich alleine bin, am besten an meinem Kraftort in Süditalien. Meine Eltern haben dort ein wunderschönes Haus. Es gibt es Kräuter, Pflanzen, Tiere und Natur ohne Ende und man kann den Blick über das Meer in die Weite schweifen lassen. Das ist ein super Ausgleich zu meinem Alltag, der eher hoch getaktet ist. Zuhause bin ich natürlich auch glücklich. Zum Beispiel wenn ich in die Yoga verballerten Schüler nach einer Yogaklasse schaue oder mich selbst in diesem Zustand befinde. Oder beim Dinner mit Freunden. Oder beim Schreiben. Oder, oder, oder…

Was tust du, wenn du gestresst bist oder dich nicht gut fühlst?

Erst einmal akzeptiere ich, dass ich mich gerade gestresst fühle. Und dann schaue ich, was es braucht. Wahlweise verordne ich mir eine Zwangspause oder ich versuche das stressende To Do so schnell wie möglich zu erledigen.

Welche Dinge tust du für dich (Self-Care-Routine)?

Voll klischeemäßig: Regelmäßig meditieren, Yoga üben und so oft wie möglich für ein, zwei Wochen nach Italien abdüsen. Ganz wichtig: Soul Food selber kochen und in Ruhe essen.

Was bedeutet es für dich eine „wilde“ Frau zu sein?

In gutem Kontakt mit der Stimme meiner Seele zu sein, diese Stimme wahrzunehmen und mich zu trauen, nach ihr zu handeln – auch wenn der Geist manchmal eine andere Meinung dazu hat.

Wie hast du diese innere Wildheit gefunden und in deinem Leben etabliert?

Lebenslange Selbsterfahrung wahrscheinlich. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der „Psycho-Gespräche“ Standard waren und es erlaubt war, sich auf sein Gefühl zu verlassen. Vielleicht liegt es daran, dass ich sehr feinfühlig bin und unterschwellige Stimmung sofort wahrnehme, oft auch körperlich. Die Signale meines Körpers zu respektieren und nach ihnen zu handeln, war für mich ein wichtiger Schritt. Außerdem reflektiere ich viel und gerne und liebe es, das menschliche Handeln und Fühlen zu untersuchen, zu hinterfragen und Antworten zu finden. Ich selbst bin dabei mein liebstes Forschungsobjekt.

Rebecca Randak 3 Morgenroutine

Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Schwer zu sagen, es gab bei mir nie dieses eine ausschlaggebende Erlebnis, das alles verändert hat. Mein Leben ist ständig im Wandel. Aber wahrscheinlich ist das der Grund, dass ich einen Job mache, den ich von Herzen liebe und an sich ganz zufrieden bin mit meinem Leben.

Wie hast du dich dadurch verändert?

Ich steh öfter zu mir selbst und versuche weniger, es ständig allen recht zu machen.

Was tust du, um diese wilde Seite in dir zu nähren? Was braucht sie?

Zeit alleine. Da ich ein sehr sozialer und geselliger Mensch bin, fällt die Me-Time schnell unter den Tisch. Ich muss darauf achten, mir diese Zeit zu nehmen. Im Alltag fällt mir das immer noch schwer, aber alles braucht eben seine Zeit.

Was war die größte Herausforderung, die du überstanden hast?

Eine große Beziehungskrise mit meinem Freund vor zwei Jahren und den plötzlichen Tod meines Stiefvaters letzten November. Beruflich gab es auch ein paar einschneidende Entscheidungen, die sehr herausfordernd waren, mir aber großes Wachstum ermöglicht haben.

Was tust du bei Rückschlägen?

Wunden lecken, überlegen, was mir das Ganze sagen soll und dementsprechend die Strategie ändern.

Was liest du gerade?

Wie immer ein paar Bücher gleichzeitig. Die deutsche Ausgabe der Hatha Yoga Pradipika von Anna Trökes, ein Akupunktur-Buch von J.R. Worsley und sehr passend zu diesem Interview „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estes.

Welche drei Menschen haben dich am meisten inspiriert?

Auf jeden Fall meine Mutter, der ich für ihren klugen und einfühlsamen Beistand oft so dankbar bin. Mein Yogalehrer Patrick Broome, der mir mit seinen Klassen regelmäßig das Hirn wegpustet. Und Danielle LaPorte, der es trotz ihres super erfolgreichen Online-Businesses gelingt, ihre Tiefe zu behalten. Außerdem gibt es in meinem Umfeld ganz viele wertvolle Menschen, für deren Anwesenheit ich Dankbarkeit empfinde.

Was motiviert dich weiter zu machen?

Große Freude bei dem, was ich tue. Anderen dabei zuzusehen, wie sie über ihre Grenzen hinauswachsen, die Möglichkeit selbst ortsunabhängig zu arbeiten und noch freier zu leben und die unbändige Lust, noch viel mehr zu lernen. Über den Körper, Yoga. Spiritualität und, und, und…

Hast du ein Lieblingsmantra? Eine Lieblingsaffirmation die du teilen möchtest?

Om namah shivaya“. Das Pancakshara-Mantra. Es bedeutet soviel wie „Ich verbeuge mich vor Shiva, dem Gott der Vollendung.“ Shiva ist der Gott der Veränderung. In seinem kosmischen Tanz zerstört er das ganze Universum, um es im gleichen Moment neu zu erschaffen. Für mich ist das eine sehr tröstende und hilfreiche Metapher für das Leben an sich. Manchmal muss Altes kaputt gehen, damit Neues entstehen kann. Das ist nicht immer schön, aber wenn wir uns darauf einlassen, ermöglicht es Weiterentwicklung und innere Freiheit.

Bitte Teile ein paar weise Worte mit uns, die du durch deine spirituelle Arbeit gelernt hast:

Jeder hat seinen eigenen Weg zum Glück und muss ihn selbst gehen. Dabei gibt es keine Abkürzungen, aber immer wieder Menschen, die dich ein Stückchen begleiten.

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Über Rebecca

Rebecca bloggt auf „Fuck Lucky Go Happy“ über ihre Leidenschaft: dem Yoga und über andere spirituelle und weniger spirituelle Themen. Sie hat 2012 den mutigen Schritt getan und ihren „sicheren“ Job in einer PR-Agentur gekündigt, und sich ein eigenes Business aufgebaut. Heute lebt sie das, was sie liebt: Sie ist Yogalehrerin und gibt neben offenen Trainings auch Workshops und Einzelunterricht. Dank ihrer Selbstständigkeit, ist es ihr möglich orts-ungebunden zu arbeiten und viele Abenteuer zu erleben, die du auf ihrem Instagram-Account mit erleben kannst. Ich finde sie sehr mutig und sie ist mein großes Vorbild in Sachen: „Tu was du liebst!“  – auf ihrem Blog kannst du auch nachlesen, wie und welche Schritte sie da gegangen ist.

Um es mit Rebeccas Worten zu sagen: YOLO – You only live once!

Danke dir

 

Kleine Geheimnisse

Ich habe ein kleines Geheimnis – es liegt still in den Tiefen meines Schoßes und verbreitet, obgleich es so winzig ist, überall Chaos in meinem Körper… es ist nicht größer, als eine Linse – und doch hat es Einfluss auf meine Emotionen und auf meine Gelüste. Es ist ein kleines Wunder, was unsere Familie geschenkt wurde… und es ist erst 7 Wochen alt..

Das ist sehr früh, nicht wahr? Warum teile ich das hier? Ich kann doch gar nicht sicher sein, dass es bleibt – dass ich es nicht doch noch in den kommenden Wochen verliere…. das weiß man ja leider nie…

Bei der letzten Schwangerschaft habe ich gewartet, bis ich mir relativ sicher sein konnte , dass es bleiben würde – aber ich hatte das Gefühl, ich dürfte mich nicht zu sehr freuen, um mich vor dem Schmerz eines Verlustes zu schützen…

Heute denke ich da anders drüber! Es ist so – und ich freue mich! Ich möchte diese Freude teilen, und sie leben – ich möchte sie spüren! Und wenn es zu einem Verlust kommen sollte, dann möchte ich auch das teilen – ich möchte den Schmerz teilen, darüber reden dürfen – mir selber gestatten zu trauern.

Was weiß ich schon über die Zukunft? Was weiß ich davon, was morgen sein könnte? Ich lebe aber jetzt und im Heute! Und da bin ich glücklich, (und auch ein wenig ängstlich) dass ich auserwählt wurde, eine neue Seele zu inkarnieren…

Und ja, ich bin nicht nur glücklich – ich habe auch wahnsinnige Angst – davor, dass sich all die finsteren Stunden, die wir beim ersten Mal erlebt haben, wiederholen könnten, dass es ein Schreibaby werden könnte, dass ich nicht stillen kann, dass ich mit zwei Kindern völlig überfordert bin, dass unser Leben ins Chaos gestürzt wird… usw.

Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich es schon einmal geschafft habe, dass jede Frau an ihren Aufgaben wächst – dass das Kind zu uns wollte – und es sich uns ausgesucht hat… wir also richtig sind. Ich fühle mich geehrt und gesegnet.

Danke

P.S. Was ich wieder mal erstaunlich finde:

Fleischhunger – auch dieses Mal habe ich in der ziemlich gleihcen Woche einen riesigen Appetit auf Fleisch… etwas, was ja sonst nicht auf meinem Speiseplan steht… und auch Milchprodukte… ich gebe dem Körper das dann… er weiß, was er braucht, und ich vertraue ihm! Hast du auch Gelüste (gehabt), die deiner gewohnten Ernährung wieder sprechen?

 

 

Menstruation – Yes, I bleed!

MoonDiary

Immer wieder schreibe ich über die Menstruation – über Wege, wie man seinen eigen Zyklus feiern kann, oder wie man ihn ehrt. Doch das ist mir nicht genug! ich möchte, dass du dich traust, diesem inneren Zyklus zu vertrauen, ihn dir bewusst zu machen, kennen zu lernen und ihm zu folgen… dieser roten Spur, die sich durch dein Leben zieht (wie ein roter Faden).

Weil ich so angetan bin, von dieser urweiblichen Kraft, habe ich mich entschlossen, da mehr zu tun! Ich möchte mit dir meinen Zyklus teilen, in der Hoffnung, dass du dich in ihm erkennst, in der Hoffnung, dass du mit schwingen kannst, und in der Hoffnung, dass du ein wenig achtsamer auf dich schauen magst.

Den eigenen Zyklus kann man sich schön als Jahreszeiten vorstellen:

Frühling/Präovulation:

Die erste Woche nach der Blutung – langsam kommen meine Kräfte wieder, ich fühle mich gut, und erleichtert. Mein Kopf ist klar und ich kann schnell denken – es fällt mir leicht, in dieser Phase Ideen und Pläne zu schmieden. Ich schreibe alles auf, weil ich so vor Inspirationen bin. Mir fällt es leicht, anstrengende Zeiten mit dem Kind zu überwinden, ich ruhe in meiner Mitte, habe Geduld und Ausdauer. Gerne lasse ich mich auf Spiele mit dem Kind ein, probiere neues aus. Ich blühe.

Sommer/Ovulation

In der zweiten Woche, die meistens in der Ovulation endet, habe ich viel Tatendrang – ich bin bereit, meine Pläne um zu setzten, schaffe viel in wenig Zeit. Hausarbeit, Bloggen, Kinderbetreuung, arbeiten – alles kein Problem. Ich fühle mich wohl in meinem Körper, meine Busen spannen oft kurz vor dem Eisprung, oder mal zwackt es im Unterleib. Aber meine Laune ist stabil – ich bin im Fluss… meistens geht mir alles leicht von der Hand. Auch mein libido ist erhöht, ich fühle mich erotisch und schön.

Herbst/Prämentstuation

In der Woche nach der Ovulation fühle ich, wie sich meine Gedanken vom Außen ins Innere wenden. Ich mache mir mehr Gedanken über das Leben und über mich, bin bereit, mich mit Seelenthemen zu befassen – und habe leichten Zugang zu meinen Gefühlen. Leider habe ich nicht mehr die große Motivation/bzw. die Energie, die ich letzte Woche noch hatte – ich brauche länger für bestimmte Aufgaben, aber ich kann mich besser fokussieren und reflektieren. Oft beginnt mein Körper nun schon nach bestimmten Lebensmitteln zu betteln – das ist jedes Mal verschieden – und ich gebe es ihm (bedingungslos) – ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann, und er weiß, was er braucht. Jetzt ist es besonders wichtig für mich, viel zu trinken, und nach draußen zu gehen – gut für mich zu sorgen… ich merke, wie meine Stimmung nach und nach labiler wird, und ich mir Dinge oft schneller zu Herzen nehme.

Winter/Blutung

Kurz vor der Blutung bin ich extrem müde, und möchte mich zurück ziehen. Mir steht der Sinn nach Ruhe, und es kostet mich sehr viel Energie, dem Kind die gewünschte Aufmerksamkeit zu geben. Ich würde mich viel lieber in eine Decke rollen und liegen… mehr nicht. Ich weine, wenn ich Kinder, Tiere, leid aber auch Freude sehe. Alles schwingt extrem in mir nach – manchmal habe ich das Gefühl, als spüre ich den Weltschmerz direkt in mir. Manchmal bin ich sehr reizbar und kratzbürstig, wehe man spricht mich vor meinem Kaffee an – da reicht auch schon ein schiefer Blick… Abstand halten bitte! Ich möchte Ruhe! Dann fließt es aus mir – ich fühle mich erleichtert, wenn ich das Blut sehe – ich lasse es fließen und gebe mich hin. Versuche Pausen zu machen, mir gutes zu tun. Self-Care. Am Ende der Woche, nehme ich ein langes, warmes Bad – um mich auch äußerlich nochmal bewusst zu reinigen.

Während ich blute…

Für mich ist es eine Zeit, in der ich versuche, mich ganz bewusst mir selber zu widmen:

Ich veranstalte für mich selber kleine Retreats, in dem ich in mein „Moon-Diary“ schreibe (das siehst du oben auf dem Bild), mich mit den Dingen umgebe, die mich an das Frau sein erinnern und die mir gut tun – dazu habe ich eine rote Kiste, die ich hier schon einmal vorgestellt habe. Ich male, ab und an auch mal, mit meinem eigenen Blut – ich setze mich auf eine rote Decke und zelebriere mich selbst. Hier habe ich schon einmal ein paar Ideen vorgestellt. Als ich vor kurzem auf der Creativa war, habe ich mir einige rote Stoffstücke zu gelegt, die ich in den kommenden Zyklen zu einer roten Blut-Mond-Decke verarbeiten möchte. Mit dem Nähen habe ich bisher keine große Erfahrung gesammelt, und ich möchte nur während der Menstruation daran arbeiten. Die Stoffquadrate, die ich gefunden habe, siehst du auch oben im Bild, gleich neben meinem Blut-Mond-Anhänger 😉

Ich plane im übrigen ein Red-Tent-Workshop zu geben, mitten im Pott. Ich bin gerade dabei einen geeigneten Raum dafür zu finden und hoffe regelmäßig dort ein Rotes Zelt veranstalten zu können – einen Raum für dich und mich, wo wir uns über all das austauschen können, praktisch arbeiten und Halt finden, in der Gemeinschaft der Frauen.

Wenn du daran Interesse hast, dann trage dich doch bitte hier in den Newsletter ein – damit ich besser Planen kann, und dir direkt Bescheid geben kann, wann und wo es statt finden soll… natürlich werde ich es hier dann auch veröffentlichen… So, jetzt weißt du, wo ich in den letzten Wochen so gesteckt, und an was ich gewerkelt habe *glücklich ist*

RedTentWorkshop

Dankbarkeit: Wochenweise Glück

„Dankbarkeit verändert das was wir haben in GENUG!“

Die Woche verflog so schnell wieder Wind – aber das ist hier leider immer so, wenn ich erst mitten in der Woche aus den Nachtwachen komme – dann gehen die Tage drunter und drüber. Aber sie waren schön. Das kann ich dir schon mal verraten. Aber lies selbst:

Best of – Dankbarkeit
* mit dem Mann gemeinsam gekocht
* schönes Wetter und angenehme Schicht gehabt
* außerdem hat sich ein Problem quasi von alleine gelöst
* neben den täglichen meditieren auch versucht, regelmäßig Qui Gong zu machen
* aussortiert und neu geordnet: Im Kinderkleiderschrank, im Wohnzimmer und beim Mann im Schrank
* einige Spaziergänge durch den Wald
* Besuch einer Kindergartenfreundin mit Kuchen und Sandkasten
* Meditationsabend
* 2 Bücher zu Ende gelesen
* kreative Arbeiten
* einige tolle Frauen getroffen und viel geredet
* Erdbeerklöße mit Vanille-Soße
* die Aussortierten Dinge entledigt
* abends auf einer Geburtstagsfeier eines Freundes
* leckeres Mittagessen mit dem Mann
* etwas freie Zeit mit dem Mann
* Kuschelzeit mit Kind
* haben kleine Geschenke an die Wind-Geister im Wald entdeckt
* und selber welche dazu gegeben
Und wofür bist du dankbar?

Dankbarkeit: Wochenweise Glück – Nachtedition

„Bewahren von Dankbarkeit besteht darin, dass ich für alles, was ich Gutes empfangen habe, Gutes tue!“ – Albert Schweitzer-

Guten Morgen – hier beginnt der Tag im Moment viel viel später, da ich mal wieder Nachtwachen habe – durch die Zeitumstellung ist aber auch so alles ein wenig durcheinander – wir müssen uns diese Woche alle wieder in unseren Alltag zurück finden – außerdem war in der letzten Woche das Kindelein krank, so dass generell alles ein wenig unstrukturiert gewesen ist – aber das Chaos gebiert ja bekanntlich Sterne, wie sind also auf dem Weg zum Leuchten *lach*

Sicherlich habt ihr auch schon mit bekommen, dass Instagram (gehört ja leider Facebook) ihren Newsfeed ändert – anstatt, wie bisher, chronologisch, wird nun das Programm für dich auswählen, was es dir zeigt. „Personalisiert“ wie auch deine Facebook „News“-Seite – das finden die meisten User ziemlich unschön, schließlich war diese „Tagebuch-Ansicht“ genau das, was Instagram so wundervoll gemacht hat.

ich wollte dir nur noch schnell ein paar Tipps geben, wie du deine liebsten Accounts (meiner ist sicherlich darunter, oder *fg*) oben in deiner Timeline bringst:

  • „Turn on notifications“ – das Bild hast du sicherlich heute ganz besonders oft gesehen – und auch bei mir – denn das ist ein Weg, um mit den Accounts in Kontakt zu bleiben – leider auch ein recht nerviger (wie ich nachher feststellte), denn jedesmal, wenn einer der Accounts ein Bild postet, bekommst du ne Push-Nachricht… wenn du nur wenige Accounts hast, von denen du dich benachrichtigen lassen magst, ist das sicherlich sinnvoll.
  • Du kannst ferner dafür sorgen, deine liebsten Accounts oben zu halten, in dem du die Bilder likest und kommentierst. Das Programm wird sich das merken und so diese Accounts bevorzugen (für dich) – so dass du doch noch ein wenig Einfluss auf deine Timeline hast.

Aber nun zu den Dingen, für die ich dankbar bin – und dazu muss ich sagen, war das Osterwochenende, wirklich vollgeprofft mit wunderschönen Dingen, die ich euch nicht vorenthalten mag: Also, hier ist mein persönliches „Best-Of Dankbarkeit“

* mit dem Zwerg gemeinsam Eier mit Naturfarben gefärbt, was sehr gut geklappt hat
* außerdem hat mich meine Mom unterstützt
* wirklich täglich meditiert
* baden – das tat echt gut, nachdem der Tag anstrengend war
* meinen alten Calligraphie-Füller aus der Schule (Steinzeit) wieder gefunden
* und er funktioniert noch
* mit viel Energie gesegnet – viel geschafft
* zum Beispiel den Haushalt innerhalb kurzer Zeit
* schönes Wetter
* Me-Time, dank des Mannes
* der auch wieder leckeres Essen gekocht hat für uns alle
* leckeres Essen für die Nächte – das bedeutet mit stets sehr viel und ich freue mich darauf
* Osterfeuer besucht mit der Familie – das war wirklich wunderschön
* nach der Nachtschicht zur Waldquelle gekrakselt (Sport)
* und Osterwasser für alle geholt
* mich an den liebevollen Blumen und Co an der Quelle erfreut
* außerdem konnte ich lange schlafen (bis fast 17.00) udn war dann frisch und munter
* der Osterhase hat auch an mich gedacht und etwas unter meiner Bettdecke versteckt gehabt <3
* Zeit gehabt zum Lesen*
* Märzglöckchen draußen entdeckt
* mit dem Zwerg zusammen eine Höhle gebaut und dort Mango gegessen
* mhmmm – diese Mango <3
* weniger Zeit online gehabt – dadurch mehr Introspektion
* mit meinem Bullet-Jounral experimentiert – wie konnte ich je ohne auskommen?

Ganz besonders dankbar bin ich für die wundervollen Ideen und Projekte, die in den letzten tagen zu mir kamen – und an die ich mich nun langsam heran tasten werde… OMG – das macht mich richtig kribbelig – und ich hoffe dir bald mehr davon berichten zu können… (am Mittwoch zeig ich dir schon mal ein kleines Mini-Projekt)

Danke für deine lieben Kommentare und Antworten. Ich freue mich darüber immer sehr, und es hilft mir, weiter zu machen…

Wolfsfrauen: Jademond

Die Vorstellung von wilden Frauen (den WolfsFrauen) ist eine fortlaufende Reihe, in der starke, selbstbewusste und authentische Frauen vorgestellt werden, die ihren ureigenen Weg gehen. Diese Serie soll inspirieren und uns Mut machen, unser wahres Ich zu leben. Heute freue ich mich sehr euch Ramona aka Jademond vor zustellen.

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1.Wie beginnst du deinen Tag?

Mein Wecker klingelt derzeit um 6:20. Ich stehe auf, mache mich tagfertig, richte Frühstück für die Kinder und mich und schaue, daß alle angezogen und pünktlich, mit Brotzeit versorgt aus dem Haus kommen. Ich bringe den Sterngucker zum Schulbus, den Mann zur S-Bahn und den Wolf zur Schule. Ich möchte meinen Tag gern früher und in Ruhe starten und Meditationszeit einbauen. Das ist mir noch nicht ganz gelungen, da immer, wenn ich aufstehe, auch die Kinder wach werden. Da ist momentan gerade etwas im Umbruch mit meiner Morgenroutine, vor allem seit der Mann begonnen hat, früh aufzustehen und zu meditieren. Ich möchte das auch gern.

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2. Was tut dir gut und wann bist du so richtig glücklich?

Glücklich bin ich, wenn ich im Moment bin. Wenn ich male, schreibe oder schwimme und mein Fokus allein dabei ist. Wenn ich ganz bei mir bin und durch nichts abgelenkt. Das tut mir gut, dann bin ich richtig glücklich. Das kann auch ein gutes Essen mit Freunden sein oder ein tiefes Gespräch.

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3. Was tust du, wenn du gestresst bist oder dich nicht gut fühlst?

Ich schaue, wo ich Ruhe finde. Was ich in dem Moment tun kann, um mich zu stärken. Das kann bewusst gutes Essen sein oder eine Pause. Ich versuche innezuhalten und zu atmen. Atmung ist total wichtig. In Stresssituationen vergessen wir das schnell. Je nachdem, was gerade los ist, hilft mir auch eine gezielte Yogaübung, zurück in die Balance zu finden. Früh ins Bett gehen und Schlaf sowieso. Badewanne, mal rauskommen und Abstand haben. Ganz nach Stressfaktor und Grund meines Unwohlseins.

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4. Welche Dinge tust du für dich (Self-Care-Routine)?

Ich gehe regelmässig Schwimmen, jeden Monat gönne ich mir eine Massage. Ich treffe meine Freundinnen vom Mütterkreis, buche mir Wochenenden mit Freundinnen. Ich gehe jeden Monat einmal mit meinem Mann essen und verbringe dieses Jahr zwei Wochenende mit ihm allein im Wellness-Hotel. Im Alltag achte ich auf nährendes und frisches Essen, ausreichend Schlaf (ich gehe zwischen 21 und 22 Uhr zu Bett und Bewegung (ich laufe, wenn ich es einrichten kann). Vorallem letzteres möchte ich wieder fokussieren. Ich denke positiv, vermeide es, zu jammern und suche mir Hilfe, wenn ich welche brauche (Coaching, pragmatische Alltagsorganisation etc). Ich sage auch mal Termine ab, wenn ich merke, daß alles zu viel wird.

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5. Was bedeutet es für dich eine „wilde“ Frau zu sein?

In erster Linie, mich mit mir selbst und meiner Umwelt auseinanderzusetzen. Meine Spiritualität zu spüren und zu leben, immer wieder neu zu reflektieren, zu lernen. Prozesse zu durchschreiten und durch Transformationen zu gehen, mich zu spüren. Meine eigene Integrität zu entdecken und immer mehr auch leben. Gleichzeitig aber auch ein Teil von Gemeinschaft zu sein, anderen ein Wegweiser, eine Freundin, eine Inspiration, Partnerin und Mutter zu sein. Ich bin eine Kriegerin.

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6. Wie hast du diese innere Wildheit gefunden und in deinem Leben etabliert?

Sie war immer schon da. Ich bin da meinen Eltern sehr dankbar, die mich sein lassen haben, mich meinen Weg haben gehen lassen, meine Erfahrungen machen lassen haben. Und immer so viel Vertrauen und Unterstützung, Rückhalt und Liebe gegeben haben, wie es nötig war, daß ich werden konnte, die ich bin. Entlang meines Weges gab es noch diverse Ereignisse und Ausbildungen, die mich wachsen lassen haben. Das erste Weggehen von Zuhause, meine Ausbildung, mein Studium, Partnerschaften, die Schwangerschaft mit meiner Tochter, die Yogalehrerausbildung, die Gongausbildung, die zweite und dritte Schwangerschaft, Umzüge. Und all die Menschen, die mir auf diesem Weg begegnet sind, die Aufgaben, Wissen und Erfahrungen mitgebracht haben.
Früher habe ich versucht, meine Wildheit, meine Spiritualität, mein Ur-Innerstes durch einen äußeren Rahmen zu finden. Ich habe mich mit dem Christentum beschäftigt, ich habe zu Gott gebetet und wollte mich konfirmieren lassen. Aber es hat sich nicht echt angefühlt. Ich habe mich mit Magie und Hexenbräuchen, mit Paganismus und Wicca auseinandergesetzt und habe an Ritualen teilgenommen. Aber es hat sich nicht echt angefühlt. Ich habe Einblicke in die Sikh Religion bekommen, Gurdwaras besucht, aber es hat sich nicht echt angefühlt. Doch irgendwann, im Laufe der Zeit, habe ich meinen ganz eigenen Glauben, meine ganz eigene Spiritualität in mir drinnen gefunden. Losgelöst von Religion und Konvention. Meine Wildheit. Jetzt fühlt es sich echt an. Wenn ich Lust auf Rituale habe, dann schaffe ich sie mir. Oder nehme daran teil. Egal wo und in welcher Religion. Dann weiss ich aber auch, daß es was mit mir zu tun hat. Mit meinem Herzen.

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7. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert? / Wie hast du dich dadurch verändert?

Das war ja kein Ereignis und plötzlich war ich wild. Eher ein anhaltender Prozess. Ich merke, wie ich mehr und mehr zu mir selbst finde. Das finde ich sehr schön. In meinem sehr rudimentär geführten Tagebuch gibt es einen Eintrag vom 30.7.2002 (das war 5 Monate nach der Geburt meiner Tochter), welcher nur aus einer Zeile besteht: „Ich bin auf der Suche nach mir selbst.“. Der nächste Eintrag darunter ist vom 14.7.2005 „Das bin ich immer noch, obwohl ich glaube, dem ein Stück näher gekommen zu sein.“ Danach folgte kein weiterer. Dann wurde mein Leben zu voll für Tagebucheinträge. Und heute? 2016? Ich spüre mich, ich fühle mich lebendig, ich bin glücklich und habe letztes Jahr das erste Mal seit meiner Kindheit das Gefühl, wieder irgendwo angekommen zu sein. Bei mir selbst. Keine Suche mehr, sondern eher eine Frage der Ausrichtung, der Orientierung. Manchmal verliere ich mich auch. Aber ich finde mich wieder.

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8. Was tust du, um diese wilde Seite in dir zu nähren? Was braucht sie?

Verbindung zu anderen Menschen mit ähnlicher Gesinnung, Gemeinschaft, Spiritualität (im Stillen wie in der Gemeinschaft), Kreativität/Kunst (zB Malen, Schreiben, Collagieren), Singen, Natur (am Meer sein, im See schwimmen, Waldduft schnuppern), Gespräche, Bewusstheit, Dankbarkeit

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9. Was war die größte Herausforderung, die du überstanden hast?

Das ist eine interessante Frage. Denn so spontan fällt mir da gar nichts ein, obwohl mein Leben voller Herausforderungen ist und war. Rückblickend waren die alle gut für mein Wachstum, aber keine hat sich so tief eingebrannt. Klar, da waren Trennungen, unerwiederte Liebe, Streit und Mißverständnisse, Umzüge und Neuorientierung, Geburten. Alles große Dinge. Aber ich glaube, die heimtückischsten Herausforderungen sind immer noch und immer wieder die Auseinandersetzung mit meinen eigenen Mustern und Verhaltensweisen. Aber ich mache Fortschritte, ich lerne, ich gebe mich dem Prozess hin. Ja. Meine größte Herausforderung bin ich selbst. Und ich habe sie bei weitem noch nicht überstanden!

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10. Was tust du bei Rückschlägen?

Neulich erinnerte ich mich daran, daß ich das mal sehr hartnäckig und ehrgeizig war. Diese Fähigkeiten sind im Laufe der Jahre etwas verschüttet gegangen. Da merke ich gerade, daß ich wieder in meine Kraft komme. Eben nicht resigniere und schulternzuckend weggehe, sondern dranbleibe. Ich reflektiere, hinterfrage, probiere vielleicht auch eine andere Herangehensweise. Ich wäge ab, ob es sich lohnt oder vergebene Mühe ist. Ich erinnere mich wieder dran, daß es für die meisten Dinge vorallem Übung braucht. Da gehören Rückschläge dazu. Aus ihnen können wir am meisten lernen. Darüber hatten wir neulich im Kindergarten auch ein Gespräch. Wie wir heutzutage in einer Kultur leben, in der Fehler etwas Schlechtes sind. Dabei können gerade Fehler und Rückschläge die tollsten Wegweiser sein. Wie heisst es so schön:

„Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.“

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11. Was liest du gerade?

Gerade habe ich „18 minutes. Find your focus, master distraction & get the right things done“ von Peter Bregman fertig gelesen.

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12. Welche drei Menschen haben dich am meisten inspiriert?

Nanak Dev Singh, der lange Zeit mein Lehrer war, mit Yoga, Gong und Gatka

Dan Milman mit seinem Buch „Der Pfad des friedvollen Kriegers“

Meine Tochter, mit all ihren Aufgaben für mich, die sie mitbrachte und mitbringt

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13. Was motiviert dich weiter zu machen?

Meine Lebenskraft. Große Lebenslust. Die Bedeutung, die vielleicht auch mein Sein für andere hat.

„A life is not important except in the impact it has on other lives.“ (Jackie Robinson)

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14. Hast du ein Lieblingsmantra? Eine Lieblingsaffirmation die du teilen möchtest? (und warum?)

Mein momentanes Lieblingsmantra:

„She believed she could, so she did.“

Aus dem Kundalini Yoga mag ich immer noch sehr gern den chant:

„I am the light of the soul, i am beautyful, i am bountyful, i am bliss, I am I am“

Beide, weil sie mich an die Kraft und das Potenzial erinnern, was ich in mir trage.

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15. Bitte Teile ein paar weise Worte mit uns, die du durch deine spirituelle Arbeit gelernt hast:

Alles hat seinen Sinn (Everything happens for a reason)

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Über Jademond

Ramona ist Mutter von drei Kindern, Kommunikationsdesignerin und Kundalini-Yogalehrerin. Auf Jademond.de bloggt lässt sie dich teilhaben, an ihrer Kreativität (Tintenkleks und Pinselstrich) und an ihrem Leben selbst – dabei schafft sie es immer und immer wieder, zu inspirieren, sich über das Leben und (ihre eigene) Spititualität Gedanken zu machen und dich in ihren wunderschönen Fotografien und Werken zu verlieben. Sie hat 2012 ihren Podcast „Gedankengut“ begonnen, in dem sie Rezepte, Anleitungen und Meditationen teilt – darunter natürlich auch ihre Gedanken zur Spiritualität, dem Mutter sein und dem Leben. Seit diesem Jahr kann man ihre wunderschönen Karten und Kunstdrucke auch bei Kallimagie bekommen. Ramona ist für mich eine Lehrerin in vielen Bereichen, besonders was das Muttersein, Ökologie, Organisation und „wahrhaft sein“ angeht – aber um ehrlich zu sein, liebe ich all ihre Beiträge. Also, husch mal rüber und riskiere einen (Achtung, es wird sicherlich nicht bei einem bleiben) Blick!